Trümmersuche
Die Ausbildung bei der Trümmersuche unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von der
Flächensuche und ist insgesamt anspruchsvoller.
Zum einen muss der Hund sich ausgezeichnet auf Trümmern und
unsicherem Boden bewegen können.
Dies muss ständig und von klein auf trainiert werden. Zum anderen muss der Hund sich bei der Anzeige in der Trümmersuche sehr
sicher sein, weil er, im Gegensatz zur Flächensuche, keine visuelle Bestätigung bei seiner Arbeit hat. Er muss
den Punkt der stärksten Witterung selbstständig herausarbeiten, durch Bellen seinen Sucherfolg anzeigen und
durch Scharren und Hinsehen den Punkt der höchsten Witterung deutlich für die Hilfskräfte markieren.
Das Training ist für beide, den Hund und den Hundeführer, sehr umfangreich. Es erfordert viel Zeit und Aufwand, um bei einem, statistisch gesehen, seltenen Einsatzfall optimal vorbereitet zu sein. Dass diese Fälle aber auch bei uns und nicht nur in Erdbeben- und Katastrophengebieten eintreten, zeigen uns Beispiele wie die Gasexplosion im Richtweg in Bremen, der Einsturz der Sporthalle in Bad Reichenhall oder der Einsturz der Stadtbibliothek in Köln.
Ausbildung Trümmersuche Tritolwerk
Deshalb ist es uns sehr wichtig, zusammen mit anderen Staffeln zu trainieren und Erfahrungen auszutauschen. Diesem Zweck dienen die Teilnahmen an den jährlichen Rescue Camps oder auch Ausbildungswochen wie auf dem Trainingsgelände der ehemaligen Tritolwerke in Österreich, einem der modernsten Übungs- und Ausbildungsgelände in Europa.
